Frequenzvariable ResonanzprüfsystemeÖlisoliert

VFRTS_oil_application

Anwendung

Frequenzvariable Resonanzprüfsysteme (VFRTS) werden für die Labor- oder Vorortprüfung von hochkapazitiven Prüfobjekten wie zum Beispiel Hochspannungskabeln, Kondensatoren oder anderen Komponenten verwendet. Durch das modulare Konzept von VFRTS und die Reihen- oder Parallelschaltung mehrerer Einheiten sind die benötigten Prüfspannungen und Prüfströme einfach realisierbar. Die maximal mögliche Kapazität des Prüfobjekts hängt von der minimalen Frequenz des Prüfsystems ab. Mit geringerer Frequenz erhöht sich die maximale Lastkapazität. Mohaupt VFRTS bieten eine minimale Prüffrequenz von 10 Hz aufgrund ihrer eisenlosen Resonanzreaktoren. Im Vergleich zu 20 Hz bietet dies eine 4-fach höhere Lastkapazität. Die Verwendung von mehreren Resonanzreaktoren erhöht die Flexibilität des Prüfsystems. Durch Übereinanderstellen mehrerer Reaktoren kann die Ausgangsspannung erhöht werden, durch Parallelschalten kann der Strom erhöht werden. Mohaupt VFRTS sind schlüsselfertige Lösungen die auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten werden.

Vorteile

  • Aufgrund der geringen Verluste der Resonanzreaktoren bzw. deren hohen Q-Werte (deutlich über 100 bei Netzfrequenzen, größer 60 bei 10 Hz) reduziert sich der Leistungsbedarf aus dem Netz auf ein Minimum
  • Für Labor- und Vor-Ort-Anwendung geeignet
  • Hohe Q-Werte bedeuten geringen Leistungsbedarf und geringes Gewicht
  • Robustes elektrisches, thermisches und mechanisches Design
  • Modulares Design erlaubt flexible Anpassung an die jeweilige Prüfsituation
  • Zuverlässiger Betrieb in Industrieumgebung
  • Verschiedene Kühlsysteme verfügbar
  • Verfügbar als Zylinder- oder Kesseltyp

Technische Daten

TypMax. Spannung (kV)Max. Strom (A)Min. Frequenz (Hz)Anzahl ReaktorenLastkapazität (uF)Gewicht (t)Dimension (l x w x h)
PCR90-34-20Kessel90342013176,1 x 2,4 x 2,6
PCR800-84-10Zylinder800841041,7656,3 x 4 x 12
         

Technologie

Der Schlüssel um den Lastbereich auf eine minimale Frequenz von 10 Hz zu erweitern, ist ein hoher Q-Wert. Dies wird durch ein eisenloses Design erreicht. Konventionelle Reaktoren besitzen einen Eisenkern. Der Eisenkern erzeugt zusätzlich zu den Kupferverlusten des Drahtes weitere Verluste. Bei niedrigen Frequenzen steigt die Induktion und erfordert eine Vergrößerung des Eisenkerns. Dies führt zu einer Erhöhung von Dimension, Verlusten und Gewicht. Dieser Nachteil besteht nicht bei den eisenlosen Mohaupt Resonanzreaktoren. Die Resonanzreaktoren bestehen aus Luftspulen (auch wenn sie ölisoliert sind). Dieses Wicklungskonzept bietet ein hervorragendes elektrisches Verhalten im Betriebsfall aber auch für transiente Vorgänge (bei Durch- oder Überschlag des Prüfobjektes). Darüber hinaus bietet dieses Wicklungsdesign deutlich bessere Kühlmöglichkeiten im Vergleich zu einer konventionellen Lagenwicklung. Dadurch werden Ströme bis zu 84A pro Reaktor ohne thermische Restriktion oder beschleunigte Alterung möglich.

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